Das Neunauge – Überlebenskünstler mit Imageproblem

Bayerischer Rundfunk, Radio Wissen, 7.4.2016 · Das Neunauge ist ein fischähnliches Wirbeltier, das seit mehr als 500 Millionen Jahren auf unserer Erde lebt. Das bis zu einem Meter lange Tier lebt als Parasit und ist vom Aussterben bedroht.

Das Neunauge, Fisch des Jahres 2012 © dpa

http://blog.br.de/mensch-und-tier/2016/04/06/neunauge-lamprete-fisch/

100.000 Hektar Meer werden vor Galiciens Küste geschützt

In Nordspanien wurde ein international wegweisendes Modell für den Meeresschutz entwickelt.

Der Standard, 11.2.2016 · Superlative ziehen durch die Medien, wenn Länder wie Australien, Kamerun oder der Inselstaat Kiribati und das Cook-Archipel die Ausweisung neuer Meeresreservate bekanntgeben. “Größtes Schutzgebiet der Welt” heißt es, oder “so groß wie Frankreich und Deutschland zusammen”. Antonio García Allut lässt sich von solchen Nachrichten nicht beeindrucken. Der 59-jährige Spanier misstraut ihnen ganz einfach. “Hier geht es um gutes Image”, sagt der Galicier in seinem Büro in A Coruña, “solche Riesenreservate haben meistens keinen vernünftigen Verwaltungsplan”. Sie beförderten sogar illegalen Fischfang, sagt der Professor für Anthropologie, “denn Kontrollen kann man auf diesen enormen Gebieten kaum mehr durchführen”.

Hier begann alles, an der Küste des Örtchens Lira. Foto: Lonxanet.

García Allut macht das anders. Seit sechs Jahren arbeitet er mit Unterstützung der internationalen Stiftung Ashoka und eines galicischen Textilimperiums an einem nachhaltigen Verwaltungsplan hinsichtlich Galiciens Fischreichtums. Die nordwestspanische Region hat eine Flotte von 4300 Kuttern, die vor der 1200 Kilometer langen Atlantikküste arbeiten. 14.000 Menschen leben in Galicien direkt vom Fischfang, von Muschelzucht oder vom Sammeln diverser Meerestiere in den fjordähnlichen Küstenabschnitten Galiciens. Die Region stand bislang für hochwertige Meeresprodukte, großen Artenreichtum, und, so García Allut, “eine stark vom Meer geprägte Identität”.

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Balearische Sturmtaucher fressen sich wieder satt

Die Insel Dragonera gehört zu einem der 39 neuen Schutzgebiete, die Spanien am Küstenraum eingerichtet hat. Damit kommen die Iberer den Anforderungen der EU-Vogelschutzrichtlinie nach. Probleme könnte es aber mit den schon genehmigten Erdölbohrungen in den Schutzgebieten geben.

Deutschlandradio, 24.12.2014 · Es ist vier Uhr morgens. Der spanisch-schottische Biologe Miguel McMinnist auf dem Weg zur Steilküste. Seit 20 Jahren erforscht er auf der Insel Dragonera, das Verhalten der Balearischen Sturmtaucher. McMinn hat seine Stirnlampe auf Rot gestellt. Er will die Vögel nicht erschrecken. In der Dunkelheit der Neumondnacht fühlen sie sich sicher. Jetzt kommen sie mit vollem Bauch vom Meer zurück, um ihre Küken zu füttern.

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Europas neue Wildnis

Wildpferde im Reservat Faia Brava, Portugal. Foto: Annett Bourquin

Bayerischer Rundfunk, Radioreisen 10.1.2016 · Retour a la nature – weniger Kultur-, mehr Urlandschaft, das ist das Ziel der Initiative “Rewilding Europe”. Mein Beitrag über Europas neuer Wilder Westen,  im spanisch-portugiesischen Grenzgebiet.

http://br.de/s/21ZMvVL

http://br.de/s/1LvHDXt

 

El Hierro ist unabhängig

Die kanarische Insel ist als erstes Eiland der Welt energieautark. Ein Wind-Wasser-Kraftwerk versorgt die 10’000 Bewohner. 2020 will El Hierro komplett emissionsfrei sein.

Ein Vulkankrater wurde zum Meerwasserdepot für ein Pumpspeicherkraftwerk. Foto: Gorona del Viento S.A.

NZZ, 8.8.2014 · Seit Ende Juni weht auf El Hierro ein anderer Wind. Nach dreissig Jahren Planung und Umsetzung ist auf der kleinsten Insel der Kanaren ein Wind-Wasser-Kraftwerk in Betrieb gegangen, das die Insel künftig vollständig mit erneuerbarer Energie versorgen soll. Die Anlage wird vom Inselrat, vom spanischen Energiekonzern Endesa und vom Technologischen Institut der Kanaren (ITC) betrieben und kostete rund 82 Millionen Euro. Finanziert wurde sie je zur Hälfte von Endesa und vom spanischen Staat. El Hierro ist damit das erste Eiland der Welt, das sich komplett selbst versorgt. Die dänische Insel Samsø hat zwar auch eigene Stromversorgung, ist aber für Notfälle mit dem Festland verbunden.

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