“Wer will dann hier noch Urlaub machen?”

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Die Rohbauruine des Hotels “As”: 20 Etagen, hunderte Zimmer mit unverglasten Fenstern. Isoliermaterial liegt auf dem Kiesstrand herum.

Montenegro: Das junge Land an der südlichen Adria wirbt mit unberührter Natur. Doch idyllische Buchten sind bedroht durch Korruption und Vetternwirtschaft.

Süddeutsche Zeitung, 31.7.2018 · Wenn man mit Dušan Varda die Küste entlangfährt, muss man sich Zeit nehmen. In vielen Orten kennt er jemanden. Er grüßt, bleibt auf der Straße stehen, hält Schwätzchen. Viele seiner Bekannten sympathisieren mit Vardas Sache: Der 50-Jährige ist Umweltaktivist, Taucher, Filmemacher. Angeblich kennt niemand Montenegros 300 Kilometer lange Küste besser als er. Genau deshalb ist Varda besorgt. “Die Regierung bemerkt anscheinend nicht, dass wir immer weniger Strände und immer mehr Beton haben”, sagt Varda, “sie denkt wohl, unsere Küste ist endlos.”

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Europa erforscht Makaronesiens Naturschätze

Die Inseln im Atlantik sind sehr artenreich: Wale und Delfine lieben die Kanaren, die Azoren und Madeira

Ein verletzter Pottwal nach einer Kollision mit einer Fähre vor den Azoren. Foto: Alexander Goebel
Ein verletzter Pottwal nach einer Kollision mit einer Fähre vor den Azoren. Foto: Alexander Goebel

Der Standard, 6.6.2016 · Eine der artenreichsten und zugleich kaum erforschten Regionen Europas wird derzeit von Wissenschaftern untersucht. Das EU-Projekt nennt sich Mistic Seas und soll bis Mitte 2017 erste Informationen zum Leben rund um Makaronesien bringen, eine Region, die die europäischen Atlantikinseln Azoren, Madeira und Kanaren einschließt. Unter anderem werden große Meeressäuger erfasst und beobachtet.

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Kanaren: Suche nach Öl begann trotz Protests

Schemabild der Gebiete, in denen der Mineralölkonzern Repsol nach Erdöl- und Erdgas bohren will. Quelle: www.canariasdicenoarepsol.com
Schemabild der Gebiete, in denen der Mineralölkonzern Repsol nach Erdöl- und Erdgas bohren will. Quelle: www.canariasdicenoarepsol.com

Der Standard, 19.11.2014 · Viele der zwei Millionen Bewohner der Kanarischen Inseln kennen sie, die Koordinaten 28° 33′ 34” N; 13° 11′ 36” W. Sie bezeichnen den Ort im Meer, an dem der spanische Erdölkonzern Repsol seit Mittwoch Probebohrungen durchführt. Insgesamt soll es acht davon geben. Rund 50 Kilometer vor Lanzarote und Fuerteventura werden Erdöl- und Erdgasvorkommen vermutet.

Die Bevölkerung sowie die Regional- und Inselregierungen der Kanaren lehnen die Prospektionen mehrheitlich ab. Sie befürchten Umweltschäden und Gefahren für den Tourismus.

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Europas neue Wildnis

Wildpferde im Reservat Faia Brava, Portugal. Foto: Annett Bourquin

Bayerischer Rundfunk, Radioreisen 10.1.2016 · Retour a la nature – weniger Kultur-, mehr Urlandschaft, das ist das Ziel der Initiative “Rewilding Europe”. Mein Beitrag über Europas neuer Wilder Westen,  im spanisch-portugiesischen Grenzgebiet.

http://br.de/s/21ZMvVL

http://br.de/s/1LvHDXt