Mexiko kämpft gegen das Image vom Narco-Staat

In Mexiko soll Schluss sein mit dem Monothema Gewalt. Eine internationale Literaturzeitschrift und ein dokumentarischer Musikfilm zeigen die Vielfalt eines Landes, das international nicht mehr nur wegen Drogenkrieg und Frauenmorden wahrgenommen werden will.

Szene aus dem Film «Hecho en México»

NZZ, 6.11.2012 · Die spanischsprachige Ausgabe des britischen Literaturmagazins «Granta», 1889 von Cambridge-Studenten gegründet und allgemein als Trendsetter bewertet, widmet sich in ihrer Ausgabe Nummer 13 der mexikanischen Nicht-Gewalt-Literatur. Das Heft wurde beim Hay Festival Anfang Oktober in der mexikanischen Stadt Xalapa vorgestellt. Es bietet unveröffentlichte Erzählungen und Romanfragmente von vierzehn mexikanischen Autoren. Dahinter stecke die Bemühung, das Land aus seinem «mentalen Gefängnis» zu holen, wie die 52-jährige Schriftstellerin Verónica Murguía sagt. «Es kann nicht sein, dass die Literatur eines Landes nur von einem Thema dominiert ist. Wer hier lebt, muss sich mit der herrschenden Gewalt auseinandersetzen, aber er muss nicht zwangsläufig darüber schreiben.»

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