Nur keine Fremdkörper produzieren – Der spanische Architekt Rafael Moneo

Foto: Michael Moran

NZZ, 27.11.2013 · Vergilbtes Pauspapier, dicke Bleistiftlinien, Beschriftungen mit schablonierten Buchstaben, immer wieder dieselbe handschriftliche Signatur, Licht- und Schattenspiele, Fotos aus der Vogelperspektive, städtische Landschaften mit Menschen in altmodischer Kleidung, Blicke in Gänge und Höfe – die Exponate der grossen, dem 1937 in Tudela geborenen Architekten Rafael Moneo gewidmeten Ausstellung in den Räumen der Fundación Barrié im nordwestspanischen A Coruña betören. Insgesamt 46 Bauten und Projekte aus 52 Jahren werden mit 98 Skizzen, 18 Modellen und 142 Fotos dokumentiert. Das Material stammt aus dem Studio in Madrid, wo seit 1973 Hunderte von Architekten gearbeitet haben. Viele davon sind heute herausragende Vertreter ihrer Zunft. Der Kurator Francisco González de Canales und die Ausstellungsmacherin María Fraile – beide Architekten und Schüler von Moneo – haben mit ihrer «Rafael Moneo – una reflexión teórica desde la profesión» betitelten Schau dem grossen spanischen Architekten ein Denkmal gesetzt.

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