Ein Kulturzentrum als Problemfall

Eine 49-jährige Gymnasiallehrerin muss derzeit den Ruf ihrer Region sanieren. Ana González ist zum ersten Mal Mitglied der Regierung von Asturien und dort für Kultur zuständig. Und sie ist Vorsitzende der öffentlichen Stiftung, die das Prestigeobjekt Centro Cultural Internacional Oscar Niemeyer betreibt. Es hat eine kurze, aber bewegte Geschichte – und sorgt seit Beginn für Kopfschmerzen und politische Kämpfe.

Niemeyer

Das Kulturzentrum wurde unter der sozialdemokratischen Regionalregierung für 43 Millionen Euro gebaut und im März 2011 eröffnet. Neun Montag später schloss es die folgende, konservative Regierung. Nun, da die Sozialdemokraten nach vorgezogenen Wahlen 2012 zurückgekehrt sind, ist es wieder offen. Das weisse, vierteilige Gebäude steht in der ehemaligen Industriestadt Avilés. Der Entwurf dazu war ein Geschenk des kürzlich verstorbenen brasilianischen Stararchitekten Oscar Niemeyer, als Dank für den Prinz-von-Asturien-Preis. Die Stadt erhofft sich von dem Zentrum einen ähnlich positiven Effekt, wie ihn Bilbao dank dem Guggenheim-Museum spürt.

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