“Wer will dann hier noch Urlaub machen?”

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Die Rohbauruine des Hotels “As”: 20 Etagen, hunderte Zimmer mit unverglasten Fenstern. Isoliermaterial liegt auf dem Kiesstrand herum.

Montenegro: Das junge Land an der südlichen Adria wirbt mit unberührter Natur. Doch idyllische Buchten sind bedroht durch Korruption und Vetternwirtschaft.

Süddeutsche Zeitung, 31.7.2018 · Wenn man mit Dušan Varda die Küste entlangfährt, muss man sich Zeit nehmen. In vielen Orten kennt er jemanden. Er grüßt, bleibt auf der Straße stehen, hält Schwätzchen. Viele seiner Bekannten sympathisieren mit Vardas Sache: Der 50-Jährige ist Umweltaktivist, Taucher, Filmemacher. Angeblich kennt niemand Montenegros 300 Kilometer lange Küste besser als er. Genau deshalb ist Varda besorgt. “Die Regierung bemerkt anscheinend nicht, dass wir immer weniger Strände und immer mehr Beton haben”, sagt Varda, “sie denkt wohl, unsere Küste ist endlos.”

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Krawall im Meer

Mit extrem lauten Schallkanonen suchen Firmen nach Öl und Gas im Meeresgrund. Die Tierwelt reagiert gestresst. Jetzt schränkt Italien als erstes Land die Verwendung der Technik ein.

 

Foto: SpinasCivilVoices/OceanCare
Foto: SpinasCivilVoices/OceanCare

NZZ am Sonntag, 10.12.2017 · Seit mehr als dreissig Jahren hört Linda Weilgart Meeressäuger sprechen. Die kanadische Meeresbiologin kennt Dialekte und Eigenheiten von Grind- und Pottwalen. Sie weiss, dass diese in niedriger Frequenz miteinander kommunizieren, dass Delphine hohe Frequenzen und Blauwale – die grössten Lebewesen der Erde – sehr tiefe Frequenzen nutzen. So orten sie Beutetiere, Hindernisse oder Artgenossen, denn das zurückgeworfene Echo vermittelt ihnen Informationen über Beschaffenheit und Distanz des reflektierenden Körpers. Auch Meeresschildkröten nutzen das System: Anhand des «Klangs» des Seebodens finden sie zum Beispiel Strände zur Eiablage. Und Seehunde und Robben spüren dank Schallwellen Fischschwärme auf.

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