Bayerischer Rundfunk

Der Hummer – Krustentier und begehrte Delikatesse

Der Hummer steht für Luxus: Die meisten Menschen verbinden mit dem Krebs eine exquisite Delikatesse. Doch der Hummer interessiert uns vor allem lebend. Die Bestände sind in den vergangenen Jahren stark geschrumpft, sowohl in den USA als auch in Europa, wo die beiden Arten Homarus americanus und Homarus gammarus leben. Das liegt vor allem an unserem Hunger nach dem Krustentier, aber auch an Veränderungen des Lebensraums. Hummer mögen es gerne kühl. Sie leben einzelgängerisch an Felsküsten, bewegen sich auf dem Boden vorwärts und sind nachtaktive Jäger. Sie fressen nahezu alles, was Ihnen vor die Scheren kommt: Die eine dient dem Knacken, die andere dem Greifen. Und weil sie ein Leben lang wachsen und sich immer wieder häuten müssen, sind sie auf Verstecke angewiesen, die sie während der Häutungszeit vor Fressfeinden schützen. Werden sie verletzt, können sie einzelne Körperteile regenerieren. Auch Deutschland hat eine Hummerkolonie. Sie lebt am Helgoländer Felssockel und wird von einer eigenen Forschungsstation betreut. Manch einer landet zwar auf dem Teller, aber heute geht es den Helgoländer vor allem darum, ihr Wappentier zu erhalten.

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